25 Heimatfreunde erforschten Erle

Ein Bild von Zaungästen am Sportplatz Am Forsthaus zeigte Hubert Kurowski seinen Gästen beim Rundgang.

"Im Westen geht´s mir gut" hatte Heimatforscher Hubert Kurowski einmal geschrieben. Gemeint war das Ruhrgebiet.

Dass dieses ihm immer noch viel reizvollen Raum für Erkundungen bietet, zeigte er am Samstagnachmittag einer Gruppe Heimatinteressierter auf einem historischen Rundgang durch Erle.

Am Vorabend hatte er einen Diavortrag über die Emscher gehalten, bei der Tour sollten seine Erzählungen echte Formen annehmen.

Rund 25 Interessente von Jung bis Alt fanden sich zur vereinbarten Zeit vor dem Erler Forsthaus ein. Von dort aus begleitete Kurowski seine Zuhörer über die Willy-Brandt-Allee und entlang der Emscher über die Uechtingstraße und schließlich zurück entlang des Rhein-Herne-Kanals.

Die Erinnerung an die alte Dampflok, die einst die Kreuzung Münster-/Cranger Straße überquerte trieb den älteren unter den Zuhörern ein Lächeln ins Gesicht. Hubert Kurowski weiß, wie man durch das Aufrufen von Erinnerungen Interesse weckt. Dass der Weg entlang der Emscher längst nicht mehr so stinkt wie damals, sondern durch zahlreiche Strukturänderungen wieder als Ausflugsstrecke dient, bewiesen die vielen Radfahrer, denen die lauschende Gruppe ständig Platz machen musste.

Während der kurzweiligen Tour gerieten der Erler Heimatfreund und seine Mitwanderer auch schnell ins Gespräch. Besonderes Interesse fanden die einstigen Bäche in dem Ortsteil, an die sich so mancher noch erinnerte. ccr

22.06.2003