Langer Spaziergang in die Geschichte

Mit Sommersonne über den Köpfen und einem Rekordländerspiel im Rücken machte sich am Samstagnachmittag eine entsprechend gutgelaunte Gruppe historische interessierter Erler auf den Weg durch den Emscherbruch.

Hinter jedem Stein scheint sich dort Geschichtliches zu verstecken. Gut, wenn man jemanden dabei hat, der die interessantesten Steine gut kennt: Hubert Kurowski, Leiter der Erler Grundschule an der Oststraße, nahm im Rahmen des 26. Erler Stadtbezirksfestes über 40 Spaziergänger mit auf eine reich illustrierte Reise in die Vergangenheit. Quellenfunde, die er in seine gut strukturierten Vorträge an den verschiedenen Wegpunkten einband, halfen der Vorstellungskraft auf die Sprünge.

Vom Erler 1878 erbauten Forsthaus aus führte der über 5 Kilometer lange Weg vorbei am ehemaligen Freibad Grimberg über die Emscher zum Schacht 7/8 der ehemaligen Zeche Graf Bismarck und dann in den Emscherbruch. In der Kleingartenanlage Emscherbruch klang der Gang gesellig aus.

Fast Vergessenes und hoch Unterhaltsames bekamen die Spaziergänger zu hören. Zum Beispiel den Bericht eines Chronisten von Erle 08, der bildreich die Mühen der Vereinsmitglieder beschrieb, die 1918 "mit Schippe und Hacke" die mit Baumstümpfen übersäte Fläche am Forsthaus zum Sportplatz machten. Gleich in mehrere Zeiten konnten die Wanderer von der Fleuthebrücke nahe dem Kanal blicken: Im 13. Jahrhundert wurde in der Nähe das Schloß Grimberg errichtet und vorbei führt der Gahlener Kohlenweg, über den schon im 18. Jahrhundert Ruhrkohle an die Lippe transportiert wurde.

tw